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Ka

An der türkischen Mittelmeerküste liegt der Ort Kaº direkt in einer wunderschönen Bucht, weit unter der bekannten Küstenstraße. Bis heute ist er wohl am beliebtesten bei Rucksacktouristen, die einen etwas anderen Urlaub verbringen wollen. Kaº ist zwar mit seinen etwa 20.000 Einwohnern etwas größer als Kalkan, verfügt aber ebenso wenig über einen eigenen Strand. Das ist vermutlich auch der Grund dafür, dass Kaº trotz der enormen Steigerung des Tourismus innerhalb der letzten Jahre immer noch seinen ursprünglichen Charme behalten konnte. Die Stadt wurde nicht mit riesigen Hotels zubetoniert, die ihr einfach den herrlichen Charakter genommen hätten. Die einst griechische Stadt Kaº konnte sich demzufolge auch viele ihrer alten, kleinen Häuser bewahren, die besonders um den Hafen herum ein herrliches Bild ergeben. Dort stehen zahlreiche kleine Häuser, die sogar mit Blumen geschmückt werden, um ein noch idyllischeres Bild entstehen zu lassen. Dennoch bietet Kaº auch allerlei geschichtliche Hintergründe, was ja auch kein Wunder ist, bedenkt man, dass die Stadt bereits seit mehr als 2.000 Jahren besteht. Besonders gut erkennt man das an den lykischen Grabsarkophagen, die teils mitten in der Stadt zu finden sind. Auch das etwas außerhalb gelegene, griechische Amphitheater beweist das hohe Alter von Kaº. Besonders bekannt ist Kaº vor allem auch durch die hier vorherrschende, ungezwungene Lebensweise, die durch das Ansehen bei den Rucksacktouristen noch einen zusätzlichen, jugendlichen Touch erhält. Aber auch die vielen Bars und Kneipen laden zu herrlichen, lauen Sommerabenden und -nächten ein, die man wunderbar auch draußen verbringen kann. Auch lässt sich Kaº nicht nachsagen, dass man hier nicht baden könne. Sicher ist ein typischer Strandurlaub hier nicht möglich, wohl aber haben die Restaurantbesitzer kleine Holzstege gebaut, von denen aus man problemlos ins Wasser springen kann. Für die Erfrischung im Meer wird also allemal gesorgt. Besonders gut geeignet ist die Stadt aber auch für Taucher. So können in groß angelegten Tauchgängen versunkene Reste von lykischen Siedlungen erkundet werden. Diese liegen zwischen Kaº selbst und der Insel Kekova und bringen bei ihrer Entdeckung durch die Taucher wirklich einmalige Erlebnisse. Direkt vom Hafen aus können die Urlauber mit Booten sowohl zu den Tauchgängen fahren, als auch die Insel Kekova oder die Insel Kastellorizo besuchen. Ein Ausflug, der sich in jedem Fall lohnen wird.

Kaº - Essen und Trinken

In einem Punkt ist aber auch Kaº ganz europäisch. So kann man sich auch hier für jede Art von Essen entscheiden. Ob französisch, türkisch oder italienisch, je nachdem, was der Appetit gerade so sagt. Dennoch sollte man vor allem dem ältesten Restaurant der Stadt durchaus einen Besuch abstatten. Denn hier ist der einzige Platz, wo man direkt am Meer sitzen und essen kann. Frischer Fisch, leckere Vorspeisen und Desserts bei einem Blick aufs Meer genießen – gibt es etwas Schöneres?

Die Freizeit in Kaº

Wie bereits erwähnt, wird man in Kaº seine Abende hauptsächlich in den zahllosen Cafés und Kneipen verbringen. Doch auch für die etwas aktiveren Urlauber findet sich eine passende Abendgestaltung. An der Straße nach Kalkan findet man eine Diskothek, in der die ganze Nacht lang nach Lust und Laune getanzt werden kann. Besonders die Tage können jedoch hier mit dem Tauchen verbracht werden, da Kaº ein regelrechtes Zentrum für den Tauchtourismus darstellt. In den mehr als 15 Tauchschulen, die sich vor Ort befinden, kann man das Tauchen auch von Grund auf erlernen, wenn man damit noch nichts zu tun hatte. Daneben werden aber von diesen auch Kajaktouren angeboten, die für die nötige Abwechslung im Urlaub sorgen.

Ausflugsziele und Strände rund um Kaº

Wie auch Kalkan verfügt Kaº über keinen eigenen Strand, was die Stadt ja schließlich auch vor dem Massentourismus bewahrt hat. Dennoch kann man den Küçük Çakıl Plajı sogar leicht zu Fuß erreichen. Der Küçük Çakıl Plajı liegt östlich von Kaº und ist in nur wenigen Minuten erreicht. Doch auch die Bootsfahrt zum Ağzı Plajı eignet sich gut, wenn man sich denn nach einem Strand am Meer sehnt. Am sinnvollsten ist es aber dennoch mit dem Boot einen Ausflug zur Insel Kekova zu unternehmen und dabei evtl. auch gleich die nahe gelegenen Buchten zu erkunden. Hier bietet sich alles, was der typische Strandurlauber liebt. Feinster Sandstrand und herrlich blaues Meer mit einem wundervollen Ausblick bis weit in den Horizont hinein.

Kekova

Östlich von Kaş liegt die beliebte Insel Kekova, die nicht nur durch ihre Landschaft imponiert. Der gesamte gegenüberliegende Küstenstreifen, sowie die Küste der Insel selbst laden einfach zum Verweilen ein. Eine lang gezogene Insel, die vor der Bucht liegt, als ob diese damit abgeschlossen würde. Man könnte fast meinen, hier liegt keine Bucht, sondern vielmehr ein Binnengewässer. Das Panorama der Bucht wird vor allem durch die vielen kleinen Inseln und Felsenerhebungen bestimmt. Ein Bild, das einfach idyllisch wirkt und den wahren Charakter der lykischen Küste widerspiegelt. Die Nordseite der Insel war schon sehr früh bewohnt, was auch heute noch durch alte Siedlungen belegt werden kann. Diese liegen zwar nahezu alle unter dem Wasser, sind aber dennoch sehr gut erhalten geblieben. So kann man im Wasser stehend auf die Grundrisse der alten Behausungen des Volkes hinabschauen. Auch die überall aus dem Wasser heraus ragenden Sarkophage aus der lykischen Zeit zeugen von einem wahrhaft geschichtsträchtigen Ort, den man einfach einmal gesehen haben sollte. Gegenüber der Insel Kekova auf dem Festland liegen zwei weitere, äußerst idyllische Orte, die zu einem Besuch einladen: Üçağız und Kaleköy. Besonders letzterer ist dabei sehr interessant, denn trotzdem er einen wahrhaften touristischen Anziehungspunkt darstellt, kann er bis heute nicht mit dem Auto erreicht werden. Es führt keine befahrbare Straße dorthin, vielmehr kann man auf einer herrlichen Bootstour nach Kaleköy gelangen. Kaleköy wurde vor allem dadurch zum Touristenmagneten, weil der Ort früher als Simena bekannt war. Von der Bedeutung Kaleköys in der Geschichte zeugen auch die im Mittelalter erbauten Burgen, die man hier findet. Zu jener Zeit wurden sie von den Johannitern von Rhodos errichtet und bieten heute einen herrlichen Hintergrund für die vielen darunter angesiedelten Restaurants und Pensionen. Will man sich aber hier während des Urlaubs niederlassen, sollte man sich schon sehr frühzeitig anmelden, denn die Restaurants und Pensionen sind fast immer ausgebucht. Die Aussichtsplattformen sind die Stege, an denen man an milden Sommerabenden noch auf die dann halb verlassene Insel Kekova herabschauen kann. Denn die meisten Tagestouristen, die zu einem Besuch der Insel aufgebrochen sind, haben sich bereits längst wieder auf den Weg zurück nach Kaş gemacht. Üçağız bestand noch vor wenigen Jahren nur aus ein paar Bootsstegen, hat sich aber innerhalb kürzester Zeit zu einem wahren Magneten für Touristen entwickelt. Mittlerweile haben sich auch hier zahlreiche Pensionen angesiedelt, die all jenen ein Platz bieten, denen Kaş zu laut und hektisch, einfach zu sehr von Touristen überlaufen ist, denen aber wiederum Kaleköy zu abgeschieden erscheint. In Üçağız finden Urlauber dagegen das perfekte Mittelmaß, wobei auch von hier aus nahezu täglich Boote nach Kekova fahren. So können auch Tagesausflüge von Üçağız aus problemlos unternommen werden.

Myra

Die ehemals sehr wichtige lykische Stadt Myra ist besonders bekannt geworden, da sie als Wirkungsstätte des Nikolaus gilt. Allerdings können Sie heute nur noch alte Gräber hier besichtigen, die aus der ursprünglichen, lykischen Stadt stammen. Diese sind aber so zahlreich vorhanden, wie an kaum einem anderen Ort der lykischen Küste. Zahlreiche Haustypgräber finden sich vor allem am Hang. Das sind Gräber, die unter einem Fels liegen, in den Fassaden eingemeißelt wurden. In Kale, was früher unter dem Namen Demre bekannt war, und nur kurz unterhalb Myras liegt, steht die Basilika des Heiligen Nikolaus. Zwar wurde sie in der byzantinischen Zeit errichtet, doch leider sehr oft zerstört. Deshalb steht heute auch eine „neu errichtete“ Kirche an Stelle der Basilika da. Diese wurde im 19. Jahrhundert durch den Zar Alexander II. erbaut, der sehr eng mit der orthodoxen Gläubigkeit an den Heiligen Nikolaus verbunden war. Besonders in der Weihnachtszeit können Sie hier etwas Unvergleichliches erleben – einen christlich-islamischen Gottesdienst, der Jahr für Jahr einen Publikumsmagneten darstellt.